Kann der TSV den Favoriten ins Wanken bringen? – Dachau kämpft um Aufstiegsrelegation

Am vorletzten Spieltag der Landesliga Südost muss Tabellenschlusslicht TSV Vilsbiburg beim ASV Dachau antreten (Anpfiff 14:00 Uhr). Der ASV duelliert sich als Tabellendritter bei drei Punkten Rückstand und einem Spiel weniger auf dem Konto mit dem SB Chiemgau Traunstein um den Relegationsplatz zur Bayernliga und kann sich keinen Ausrutscher leisten – schon gar nicht gegen ein Team aus dem Tabellenkeller.

Eine klare Rollenverteilung für das Spiel am heutigen Samstag also, doch im Nachholspiel unter der Woche schrammte die Truppe von Trainer Frank Peuker gegen einen weiteren Hinterbänkler knapp an einer Niederlage vorbei.
Im Derby gegen Eintracht Karlsfeld gelang es erst in den Schlussminuten, die Partie doch noch in einen 3:2-Heimsieg zu drehen. Die Frage wird sein, ob Vilsbiburg dem großen Favoriten einen ähnlichen Kampf liefern kann wie der Dachauer Nachbar. Immerhin möchte sich der TSV seine theoretische Chance auf den Relegationsplatz erhalten und wird daher versuchen, den Gastgebern das Leben so schwer wie möglich zu machen. Denn nur mindestens ein Unentschieden und eine gleichzeitige Niederlage des Abstiegskonkurrenten TSV Eching vorausgesetzt, würde dem TSV ermöglichen, am letzten Spieltag den Showdown um den Relegationsplatz in Vilsbiburg zu erreichen. Kein leichtes Vorhaben, denn Dachau hat mit Philipp Schmidt nicht nur den Liga Top Torjäger in seinen Reihen (21 Treffer), sondern ist statistisch nach lediglich fünf Saisonniederlagen äußerst schwer zu schlagen. „Eigentlich müssten wir beim ASV gewinnen, um noch sicher im Rennen zu bleiben. Aber wir wären schon überglücklich mit einem Punkt“, dämpft Trainer Herbert Huber die Hoffnungen. „Der Gegner ist seit acht Spielen ungeschlagen und hat bei dieser Serie nur gegen Traunstein Punkte liegen lassen. Wir müssen schon einen super Tag erwischen, um was zu holen, aber unmöglich ist es nicht.“ Die deutliche 2:4-Heimniederlage gegen Ataspor München wurde jedenfalls aufgearbeitet und abgehakt. Kapitän Klaus Peter Schiller und seine Kollegen schauen nach vorne und freuen sich darauf, dem großen Kontrahenten ein Schnippchen zu schlagen. Gerade dem Kapitän hat sein Premierentor gegen die Münchner Türken nach seiner langen Verletzungspause gut getan. Dennoch wird es für den TSV enorm schwer, gegen Dachau zu bestehen, denn personell ist die Lage sehr angespannt. Nach dem Langzeitverletzten Manuel Aumeier muss mit Andreas Eglseder diesmal auch der zweite etatmäßige Innenverteidiger berufsbedingt passen. Ebenso fehlen die beiden Offensivkräfte Niels Wagensonner mit einer Muskelzerrung, Kevin Treis aufgrund eines Zehenbruchs und Benedikt Worschech ist für diese Begegnung noch Rot gesperrt.
Auch wenn die Aussichten nicht gerade rosig sind und bei einer Niederlage der Abstieg besiegelt wäre, bleibt man im Vilstal gelassen und wird versuchen, ein Schwergewicht der Liga ins Wanken zu bringen. Schließlich steht das Abstiegsszenario schon länger auf der Tagesordnung.

TSV Vilsbiburg:
Preiss, Kurlitsch, Kastrati, Eglseder, Räde, Gruber, Giglberger, Rabanter, Sestito, Schiller, Sax, Nikqi, Beischl, Zinkl, Leitl, Dienemann
Foto: David gegen Goliath – Valon Kastrati hat wieder eine schwere Aufgabe vor sich. Er muss versuchen, Toptorjäger Philipp Schmidt in Schach zu halten.

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