Gelingt ein erster Schritt aus dem Keller?

Für den TSV Vilsbiburg steht am Samstag um 15:00 Uhr der 22. Spieltag in der Landesliga Südost und damit der Start ins neue Spieljahr an. Auch bedingt durch die prekäre Situation als Tabellenschlußlicht muss die Truppe gleich in die Vollen gehen. Man reist nämlich zum Tabellennachbarn vom TSV Eching für eine richtungsweisende Begegnung im Kampf um den Klassenerhalt. Mit drei Punkten mehr auf dem Konto stehen die Echinger auf dem letzten Relegationsplatz und sind damit schon bei einer Punkteteilung im Vorteil. Trainer Willi Kalichmann legte in der Vorbereitungsphase besonderen Wert darauf, die löchrige Defensive zu stabilisieren. Schließlich hält der Gastgeber mit 54 kassierten Treffern den Liga Negativrekord. Doch auch bei der eigenen Treffsicherheit sah man im Echinger Lager Bedarf und verstärkte sich in der Winterpause mit zwei Stürmern, wobei vor allem auf Manuel Stangl geachtet werden muss, der vom Bayernligisten TSV 65 Dachau wechselte. Herausragender Akteur ist zudem mit Sicherheit Florian Bittner als Antreiber und Kopf des Echinger Spiels. Während man beim Gegner den direkten Klassenerhalt anpeilt, bäckt der TSV Vilsbiburg kleinere Brötchen. Die Vilstaler wagen keine große Zielvorgabe, sondern gehen von einem Kampf bis zum letzten Spieltag und sogar darüber hinaus aus.

Trainer Georg Sewald  ist mit dem Verlauf der Wintervorbereitung insgesamt zufrieden, auch wenn vor allem gegen klassenniedrigere Gegner in diversen Testspielen nicht immer alles rund lief. Ungeachtet dessen ist die Mannschaft weiter von ihren Fähigkeiten überzeugt, begründet nicht nur durch das außergewöhnliche Durchhaltevermögen trotz der Negativserie im Herbst, sondern auch durch die fünf neuen Kollegen im Kader. Erfreulicherweise mischten die beiden Rückkehrer Benedikt Worschech und Kapitän Klaus Peter Schiller nach ihrer langen Verletzungspause  in den letzten Testpartien schon munter mit, sind jedoch bei weitem noch nicht bei ihrer vollen Leistungsfähigkeit angelangt. Daneben sind die anderen drei Neuzugänge Kevin Treis, Julian Sax und Fabio Sestito bereits voll gefordert. Denn neben Verteidiger Andi Eglseder, der arbeitsbedingt nicht zur Verfügung steht, müssen auch seine Kollegen Daniel Rabanter und Manuel Aumeier wegen aufwendigeren Blessuren höchstwahrscheinlich passen. Trotz der anstehenden Umstellungen im Mannschaftsgefüge sehen sich die Rotweissen nicht chancenlos auf fremdem Platz. Schließlich hat man noch die unglückliche 0:1 Niederlage aus dem letzten Sommer im Kopf. Damals drückte Vilsbiburg in der zweiten Spielhälfte vehement auf den Führungstreffer und kassierte in dieser Phase den entscheidenden Gegentreffer, obwohl man insgesamt nur ganz wenige Möglichkeiten zuließ, aber eben auch selbst den Ball nicht über die Echinger Torlinie brachte.

Ein Motivationsproblem haben Betim Nikqi, Marco Grüneis und Kollegen also auf keinen Fall, vielmehr ist man darauf aus, die im Herbst begonnene vielversprechende Rückrunde fortzusetzen , in der man sich in vier Spielen nur einmal geschlagen geben mußte.

TSV Vilsbiburg:

Preiß, Kastrati, Räde, Grüneis, Gruber, Nikqi, Wagensonner, Giglberger, Worschech, Schiller, Beischl, Treis, Sestito, Sax, Rabanter, Aumeier, Kurlitsch;

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